SWS Brunsbüttel

Protest gegen SWS in Brunsbüttel

Die Südwestdeutsche Stromhandels GmbH ist ein Zusammenschluss von 55 Stadtwerken und regionalen Stromversorgern vorwiegend aus Baden-Württemberg und Bayern. SWS wurde 1999 gegründet um den Stromeinkauf der Stadtwerke zu bündeln und durch den gemeinsamen Einkauf von größeren Strommengen ihre Position im Wettbewerb mit den Energiekonzernen zu verbessern.

Für den Bau des Kohlekraftwerks in Brunsbüttel wurde 2005 die SüdWestStrom StadtKraftWerk Brunsbüttel GmbH & Co. KG gegründet, die ihren Sitz seit 2009 am Standort Brunsbüttel hat. Daran waren in der Vergangenheit fast 100 Energieversorgungsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt, unter anderem auch viele Stadtwerke, Schweizer Stromunternehmen wie Repower (ehemals Rätia Energie) sowie die SWS Stromhandelsgesellschaft selbst (mit 1,8 Prozent). Anhaltende Proteste haben jedoch zahlreiche Stadtwerke zum Ausstieg bewogen.

Die SWS wirbt um weitere Beteiligungen und plant den Kraftwerksbau. Obwohl die meisten Beteiligten aus Bayern und Baden-Württemberg kommen, soll das 3,7 Milliarden teure Kohlekraftwerk im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel gebaut werden.

 

2011 hat die Landesregierung Schleswig-Holstein ein Integriertes Energie- und Klimakonzept vorgelegt. Darin setzt sie sich das Ziel, bis zur Hälfte des Jahrzehnts, d.h. bis 2015, 100 Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen.

Der geplante Steinkohle-Doppelblock der SüdWestStrom StadtKraftWerk Brunsbüttel GmbH würde mit jährlich 10,2 Mio. Tonnen Kohlendioxid die bisherige CO2-Bilanz des Landes fast verdreifachen. Statt der anvisierten CO2-Reduktion käme es zu einer massiven Erhöhung der Treibhausgasemissionen in Schleswig-Holstein.

Im Dezember 2010 beschloss die Gesellschafterversammlung von SWS laut Geschäftsführer Stefan Schaller, den Bau des Kohlekraftwerk aufgrund der Laufzeitverlängerungen deutscher Kernkraftwerke noch nicht zu beginnen, sondern erst die Auswirkungen der politischen Rahmenbedingungen auf das Projekt näher zu analysieren.

Im November 2011, nach der Rücknahme der Laufzeitverlängerung, verkündete Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) am Rande eines Kongresses das faktische Aus für das vor allem wegen seiner Klimaschädlichkeit umstrittene Großprojekt, was jedoch von SWS wieder dementiert wurde.

 

Neben dem Kohlekraftwerk Brunsbüttel ließ SWS den 400 MW Offshore-Windpark „BARD Offshore 1“ in der Nordsee errichten. Die SüdWestStrom Windpark GmbH & Co. KG  bietet hier Beteiligungen für Stadtwerke an. Das Tochterunternehmen zählt derzeit rund 60 Gesellschafter.

Argumente gegen das SWS-Kohlekraftwerk

Flyer zu Schweizer Beteiligungen am Kraftwerk

Mehr Informationen auf kohle-protest.de über das Vorhaben in Brunsbüttel

Mehr Informationen auf kohle-protest.de über das Konsortium SWS

 
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